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Neubesinnung während Corona

Wir, die eventverwöhnten Kulturbeflissenen müssen diesen Corona-Sommer auf alle größeren Ablenkungsevents verzichten: Kein Blick ins Mittelalter, kein Rock auf Wiesen, nix Donnerlüttken, keine Massenweinprobe, Totenstille freitags 18 Uhr, nicht mal kleinste dreieckige Künste, Entenrennen in der Badewanne, verschlafene Isselhorster Nacht, Bürgerbrunch auf Balkonien, ruhiges Schlafen am Kirmes-Marktplatz, Schützentrachten im Kleiderschrank, Gütersloh läuft nicht und feiert auch nicht international! Der multiple Eventler fühlt das als einen kulturell-sozialen Ausnahmezustand.

Müssen wir während des Abhandenseins von Gemeinschaft das Alleinsein und das Mit-uns-selbst-Beschäftigtsein erst noch lernen? Können introvertierte Menschen damit besser umgehen?

Anstelle von Ausgehen ist ein Insichgehen angesagt: Bücher lesen, Spiele spielen, Kochen, Sport treiben, Musik machen, Texte schreiben, Theater spielen, Tanzen, Zeichnen, Malen, Basteln, Fotografieren oder sich Entspannungstechniken hingeben, … nur nicht zu viel putzen! Sinnbildlich sagte der weiße Adler der Hopi-Indianer in seiner Märzbotschaft: „Nutze die Gelegenheit, um einen Blick auf dich selbst zu werfen und dabei eine neue Vision von der Welt zu gewinnen.“ Der Corona-Sommer bietet uns die Chance einer Neubesinnung!

(Die Kolumne erscheint gedruckt auf der vorletzten Inhaltsseite des GT-Info-Juniheftes)

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Geschickt in den April schicken

Sicher haben Sie auch als Kind die Erwachsenen gern am 1. April verhohnepiepelt und in den April geschickt!? Oftmals fällt mir jetzt als in die Jahre gekommenes Kind auf, dass unsere Zivilgesellschaft in Anlehnung an diesen Kinderscherz ganz ähnlich von Firmen, Institutionen, Parteien und Verwaltungen aufgezogen wird.

Heißt es nicht auch: „April, April . . .“ , wenn es um das klammheimliche Fällen von Bäumen (Rathaus, Marktplatz u.a.), die immense Kostensteigerung bei öffentlichen Bauprojekten (Gesamtschule III, Stadthalle, Feuerwache u.a.) oder die prognostizierten Schülerzahlen an Grundschulen geht?

Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass selbst unsere gewählte Ratsvertretung von der Verwaltung in den besagten Frühlingsmonat geschickt wird. Nur ein Beispiel: Jedes Jahr vor den Haushaltsberatungen wird von der Kämmerin ein beunruhigendes Szenario aufgebaut. Die Einnahmesituation unserer Kommune sei nicht so rosig wie erwartet. Kurz vor der entscheidenden Ratssitzung heißt es dann, den bisherigen Beratungen zum Trotz, überraschenderweise: „April, April . . .“ es sei nun doch noch mehr Geld im Stadtsäckel!

Glaubwürdiger wäre es, wenn Zivilgesellschaft und Politik außerhalb des 1. Aprils an 364 Tage nicht in den April geschickt würden.

Diese Kolumne erschien gedruckt im April Heft des GT-Infos auf Seite 57.

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Meine GT-Info-Kolumne: April, April …

Sicher haben Sie auch als Kind die Erwachsenen gern am 1. April verhohnepiepelt und in den April geschickt!? Oftmals fällt mir jetzt als in die Jahre gekommenes Kind auf, dass unsere Zivilgesellschaft in Anlehnung an diesen Kinderscherz ganz ähnlich von Firmen, Institutionen, Parteien und Verwaltungen aufgezogen wird.

Heißt es nicht auch: „April, April . . .“ , wenn es um das klammheimliche Fällen von Bäumen (Rathaus, Marktplatz u.a.), die immense Kostensteigerung bei öffentlichen Bauprojekten (Gesamtschule III, Stadthalle, Feuerwache u.a.) oder die prognostizierten Schülerzahlen an Grundschulen geht?

Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass selbst unsere gewählte Ratsvertretung von der Verwaltung in den besagten Frühlingsmonat geschickt wird. Nur ein Beispiel: Jedes Jahr vor den Haushaltsberatungen wird von der Kämmerin ein beunruhigendes Szenario aufgebaut. Die Einnahmesituation unserer Kommune sei nicht so rosig wie erwartet. Kurz vor der entscheidenden Ratssitzung heißt es dann, den bisherigen Beratungen zum Trotz, überraschenderweise: „April, April . . .“ es sei nun doch noch mehr Geld im Stadtsäckel!

Glaubwürdiger wäre es, wenn Zivilgesellschaft und Politik außerhalb des 1. Aprils an 364 Tage nicht in den April geschickt würden.

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GTopie Reparaturgesellschaft

Meine zweite Einlassung im aktuellen GT-Info (vorletzte Inhaltsseite):

Das kennen Sie doch auch: Ein wichtiges Dokument muss noch schnell ausgedruckt oder kopiert werden. Genau in diesem Moment streikt der Drucker. Ist die Farbkartusche schon wieder leer? Nein, jetzt will er, dass ich die Verkaufsadresse kontaktiere. Ist das der einprogrammierte Dolchstoß, die sogenannte Sollbruchstelle? Es geht gar nichts mehr!

Kopfschütteln im Elektronikmarkt: Selbst der Kostenvoranschlag für dieses Malheur sei weggeworfenes Geld, die Reparatur sei garantiert dreimal so teuer wie ein neuer Drucker! Ab jetzt besitze ich Elektroschrott.

Wir leben in einer Gesellschaft, die wesentlich durch eine Wegwerfmentalität geprägt ist. Schnelles Konsumieren, verschwenderischer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Umweltverschmutzung triumphieren. Instandhalten und Reparieren wird durch schnellen Ersatz mit neuen preiswerten Gütern konterkariert.

Wie sinnvoll sind dagegen zwei Initiativen in unserer Stadt, die sich die Reparabilität auf ihre Vereinsfahnen geschrieben haben: Das Repair Café und die AntiRost Initiative. Zwei erste Selbsthilfen zum Einkaufsstopp für die Müllhalde, hin zu einer nachhaltigen Reparaturgesellschaft. Sie sind das bessere Konzept.

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Dunkle Tage a u f h e l l e n

Diese Kolumne befindet sich auch im GT-Info Dezemberheft auf Seite 81 !

Kurze Tage, kalte Nächte, grauer Himmel, Nieselregen! Doch ein cleveres PR-Konzept mit herzgängigen Volksweisen, glitzernder Reklame und Zimt- und Zucker-aromen erhellt uns die dunkelste Zeit des Jahres. Ein entfesselter Kommerz toppt Jahr für Jahr Rekordmarken: Im letzten Dezember erzielte der Einzelhandel deutschlandweit einen Umsatz von ca. 100 Milliarden Euro. Sogar Hautcremes, Unterwäsche und Socken werden mit Lametta und Kugeln garniert, damit auch Alltägliches unterm Baum glänzt.

Seit Mitte Oktober stolpern wir über Weihnachtsgebäck in den Geschäften und ab Ende November werden wir auf den von Glühwein durchtränkten Weihnachtsmärkten erst richtig zur Besinnung gebracht. Wir degenerieren zu programmierten Kaufrobotern mit dem Impuls des Schenkenmüssens. Findige Mitmenschen haben sich deshalb durch den Erwerb von Gutscheinen dieser lästigen Geschenkorgie entledigt. Überflüssiger Gegen-stände stapeln sich trotzdem weiter in unseren Wohnungen. In uns aber bleibt nicht selten eine klaffende Leere.

Wie wäre es mit einem radikalen Schritt, der diese dunklen Tage sogar erhellen kann? Verabreden wir einen Geschenkeentzug, zünden wir für uns allein, zu zweit oder in der Gruppe eine Kerze an und nehmen uns Zeit nichts weiter zu tun als einfach nur zu warten, wer will aufs Christkind. Aus der Mongolei stammt der Spruch: Wenn ihr für jemanden ein Licht anzündet, wird es auch euren Weg erhellen! Inneres Leuchten, das kann sich keine PR ausdenken.

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Stadtansichten: H i n t e r h ö f e

berliner strasseHofansicht Gebäude der Berliner Straße, Standort: Ernst-Buschmann-Straße

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GTopia: Insektensommer im GT-Info

schattenspielIn der Rolle der Wildbiene „Mager“ erkläre ich den menschlichen Heft-Lesern auf der vorletzten Seite, was unsere Spezies das ganze Jahr über benötigt. Ein dringender Appell mehr für uns zu tun!                 Wie immer auch online lesbar über:

https://www.gt-info.de

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Was tun bei längerem Stromausfall?

gt-info ansichtssacheIm aktuellen GT-Info stelle ich auf der vorletzten Seite die Frage, ob unsere Stadt auf einen längeren Blackout vorbereitet ist? Können sogenannte Kat-Leuchttürme Infos und Hilfen geben? Mehr dazu auf gedrucktem Papier oder unter www.gt-online.de.

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Ansichtssache im GT-Info 6/19

beetpflegeAuf der vorletzten Seite des Juniheftes räumt die Redaktion des GT-Infos mir wieder die Möglichkeit ein, meine digitalen Ansichten gedruckt auszuführen. Diesmal geht es um die Bürger-Mitgestaltung von ungefährlichen, bürgersteiggebundenen Verkehrsinseln. Mehr kann ich hier digital selbstverständlich nicht verraten.

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Ansichtssache im Mai-GT-INFO

ueberwegung_bismarckstrasseIm Maiheft gebe ich meine Ansicht zur alten und neuen Überwegung Bismarckstraße (zwischen Marktplatz-Parkplatz und Innenstadt) zum Besten. Diese Einlassung ist, wie abgemacht, nur per Print zu lesen.

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Zurück zu den Print-Wurzeln

umweltschaedenIm Mai-GT-INFO-Heft durfte ich wieder meine Kurzansichten über Gütersloh einbringen. Mein Ansichtsthema ist das sogenannte Flughafenbiotop, das sich noch 1984 als wilde Müllkippe outete. Mehr dazu im Print oder auf der GT-INFO Homepage (jeweils vorletzte Seite).

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Favorisiere ein Stadtteilblühen

gt_info maerz 2019Im März-GT-Info Heft nehme ich mir noch einmal das laufende Frühlingsevent  auf dem Berliner Platz vor. Solche Großereignisse dürfen nicht dazu führen, dass in den Stadt-teilen, dort wo die Menschen wohnen, wenig aufblüht. Den vollständigen Text gibt es bekanntermaßen nur gedruckt auf der vorletzten GT-Infoseite.

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Geistersiedlung Thomas-Mann-Str.

konversion gueterslohIn meinem GT-Info-Beitrag „Ansichtssachen“ auf der vorletzten Seite der neuesten Nummer (12.2) wundere ich mich darüber, warum BimA und Stadtverwaltung eine vormals intakte Britensiedlung über mehrer Winter vergammeln lassen, obwohl große bezahlbare Wohnungen dringend benötigt werden.

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Weihnachtsmarkt ohne Kommerz

Auf meiner Ansichtssachenseite (vorletzte Seite) im GT-INFO Dezemberheft habe ich ausführlich für einen längeren Verbleib dieses „authentischen Gütersloher Weihnachts-markts“ plädiert.gt-info

Bisher kann der Markt nur am heutigen Samstag zwischen 12 bis 20 Uhr auf dem Alten Kirchplatz an der Apostelklirche besucht werden. Die Bürgerstiftung sollte über meine Einlassung noch einmal nachdenken.

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Den Kreis GT positiv abbilden

kreis gueterslohIm Oktoberheft des GT-Infos habe ich auf der vorletzten Seite ausführlich die Ansicht vertreten, dass auch von den Autokennzeichen des Kreises eine positive Wirkung ausgehen kann.

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Denkmalschutz für kleine Häuschen

„Die Lebenswelt und Architektur der breiten Masse ist genauso schützens-wert wie Fabrikantenvillen“denkmalschutz

Wer meinen ausführlichen Beitrag zum Tag des offenen Denkmals lesen möchte, schaue bitte auf die vorletzte Seite des Gt-Infos 9/2018. („from net to print“) oder im Obergeschoss des Stadtmuseums an der Fotowand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (geöffnet 11-18 Uhr, um 15:30 Uhr gibt es dort heute eine Podiumsdiskussion zum Thema „Stadtgeschichte entdecken und erhalten“.

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Ansicht: Armut fährt nicht in Urlaub

Die NRW-Sommerferien gehen langsam zu Ende. Jede 5. Familie in Deutschland hatte nicht genug Geld um sich eine einwöchige Urlaubsreise leisten zu können. urlaub zuhause                        Ein kurzer Tapetenwechsel bleibt auch für sehr viele Gütersloher Familien nur ein Ferientraum.    (Foto: „Balkonien“ auf dem Dreiecksplatz)

Mein ausführlicher Text zum Thema kann im Augustheft des GT-INFO  auf der vorletzten Seite nachgelesen werden.

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Heinz Schößler im Kreishaus

heinz schoesslerausstellung kreishaus gueterslohNoch bis zum 31. Mai kann der kunstinteressierte Besucher während der Kreishaus-öffnungszeiten im riesigen Glashaus eine kleine feine Ausstellung unter dem Titel „Alles Ansichtssache, oder? – Verwandlungen“ von Heinz Schößler besuchen. Seine Gemälde sind mehr oder weniger spontan entstanden, bei den Skulpturen gab das vorgegebene Material die entscheidende Anregung. Nicht verpassen!

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Stadtansichten: Raketenabschussbasis

silvester

In Gütersloh wurde zwar nicht das Pulver erfunden, aber in Folge dieser chinesischen Erfindung verpulvern wir heute abend tonnenweise Knaller und Raketen.

silvester

In diesem Jahr wurde auf einem verlassenen Grundstück gegenüber der neuen Feuerwachen-Baustelle am Marktplatz (im Kreuzungsbereich Nordring / Friedrich-Ebert-Straße) eine spezielle Abschussvorrichtung für Langstrecken-Silvesterraketen errichtet. Man will die Umweltschäden gezielt an einer Stelle konzentrieren und dadurch entscheidend verringern. Auch die Nähe zur Feuerwache ist bewusst in die Überlegungen miteinbezogen.

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AnsichtsSachen: TWEET RUN Drahtesel

VergänglichkeitZu den Stadtansichten gehören auch Verkehrsräume wie Straßen, Fuß- und Radwege. Dort finden sich gelegentlich alte Fahrräder ein, die durchaus kunstvoll daherkommen.

Alte RäderDie Aufnahmen sind in unterschiedlichen Städten entstanden. Nur eine wurde in Gütersloh aufgenommen!                                                                            (Die oben rechts)

P.S.: Heute beginnt der 3. TWEET RUN ab 12:00 Uhr am Stadtmuseum. Um 14:00 Uhr geht es mit den noch fahrtüchtigen Drahteseln (!) zum Stadtparkpicknick und später zurück zum ‚Five o´Clock-Tea‘ am Stadtmuseum.

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