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Biografisches: Paradiesbauers 1968

Zeitungen, Funk- und Fernsehen, Bücher, Ausstellungen und andere Medien berichten in diesem Jahr überschwänglich, was sich 1968, vor nun genau 5oig Jahren, in der BRD als Aufbruch in eine neue Zeit  „abgespielt“  haben soll. Wie war das Leben von Jugendlichen in dieser Zeit, die nicht in den Metropolen lebten? Und ich war ja einer von denen:paradiesbauer biografie

Ich war 1968 neunzehn Jahre alt, musste damals noch 2 Jahre bis zur Volljährigkeit warten. Meine Eltern hatten mir mit 14 Jahren eine Kleinbildkamera geschenkt, mit der ich hauptsächlich Schwarz-Weiß fotografierte. Ich wohnte wieder, nach einem gescheiterten „Ausbruchversuch“, bei meinen Eltern. Die Ereignisse aus Berlin und anderen Metropolen bekam ich kaum mit, denn wir hatten keinen Fernseher und die Tageszeitung ignorierte ich. Während meines zweijährigen Hochbaupraktikums, das ich nach der Realschule im Jahr 1966 begann, kam ich mit der 68er-Bewegung kaum in Berührung. Ab und an sah ich während der Arbeitspausen Schlagzeilen und große Fotos von Auseinandersetzungen in Berlin, Frankfurt und anderswo, wenn die deutschen Maurerkollegen ihre Bildzeitung aufgeschlagen hatten. Ich konversierte lieber mit dem italienischen und dem griechischen Gastarbeiter. Sie aßen keine fertig geschmierten Brote, sondern schnitten Paprika, Tomaten, Käse und Hartwurst wechselseitig ab, bissen in eine Stange Weißbrot und kauten genüsslich. Dort lernte ich zum ersten Mal den Geschmack von Oliven kennen und wie schön es in ihren Ländern wäre, wenn es dort nur genug Arbeit gäbe.

Was mich damals umtrieb war . . . . . (demnächst mehr!)

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68er im Kulturgut Haus Nottbeck

kulturgut haus nottbeckkulturgut haus nottbeckBis zum 28.01.2018 können „Altachtundsechziger“ und/oder an Literatur Interessierte die kleine feine Ausstellung „1968 – Pop, Protest und Provokation“ im Oelder Kulturgut Haus Nottbeck begutachten, besser gesagt: erlesen! (Öffnungszeiten: Di – Fr 14-18:00 Uhr, Sa + So 11-18:00 Uhr)

Die Ausstellung zeigt anhand literarischer, fotografischer und filmischer Dokumente, dass man zu dieser Zeit keineswegs „hinterm Mond“ lebte, sondern dass das geschichts-trächtige Jahr z.B. Spuren in der Underground-Szene, in den Protestsongs, in  Lyrik und Journalismus, in Happenings, Pop-Art-Filmen, im politischen Volkstheater u.a. hinterließ.

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