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April 1945 – Gütersloh vor 75 Jahren

Gut einen Monat vor der Befreiung aus den Fesseln des Nationalsozialismus flieht ein ukrainisch-holländisches Zwangsarbeiterpaar vor NS-Strafjustiz und aliierten Bomben.

Bericht über eine verbotene Liebe zwischen der russischen Zwangsarbeiterin Alexandra Surnina und dem holländischen Zwangsarbeiter Willy Thomasson. Dabei spielt die Fa. Miele eine wesentliche Rolle.

Es war ein Sonntag als am 26.11.1944 ein schwerer Bombenangriff auf Anlagen der Eisenbahn und auf Plätze der Innenstadt in Gütersloh niederging. Auch die Firma Miele wurde getroffen, in einem firmeneigenen Erdbunker waren 6 Menschen verschüttet. Willy Thomasson, ein holländischer Zwangsarbeiter stand bereit, sie zusammen mit einem Franzosen, einem Jugoslawen und einem Mann aus der NSDAP zu bergen. Nur drei der Eingeschlossenen konnten lebend geborgen werden. Ein paar Tage später bekam Willy über den Firmenchef Kurt Christian Zinkann für Dienstag eine Einladung ins Büro . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

(Vollständiger Zeitzeugenbericht im gedruckten Aprilheft des GT-Infos S. 18 – 21 oder unter http://www.gt-info.de/ (Die drei Balken oben rechts auf der Startseite anklicken, dann die Downloads wählen, das April Heft anklicken und schließlich im eigenen Downloadordner öffen und zur Seite 18 – 21 scrollen.)

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Besuch der Zwangsarbeitergräber

In Zeiten des Erinnerns an das Ende des zweiten Weltkriegs in Gütersloh führt uns der Oster-Sonntagsspaziergang auf den Katholischen Friedhof an der Kolpingstraße.
Zwangsarbeitergräber

Dort gibt es in der Nähe des westlichen Seiteneingangs ein Gräberfeld einiger hier verstor-bener und beerdigter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.Gräberfeld katholischer Friedhof

Paradiesbauer und Oberstufenschüler der Anne-Frank-Gesamtschule erforschten gegen Ende des letzten Kriegs-Jahrhunderts die unmenschliche Geschichte von Vertreibung und Sklavenarbeit zwischen 1939 und 1945 in der Stadt Gütersloh. Mit finanzieller Hilfe von Spendern und der Stadtverwaltung kam es zu Besuchen ehemaliger Zwangsarbeiter aus Polen und der Ukraine.Gräberfeld katholischer Friedhof gütersloh

Damit der geschichtsträchtige Ort für die Zukunft ein mahnendes Beispiel bleibt, wurde in der Hecke vor den Gräberreihen eine von der Anne-Frank-Gesamtschule u.a. gestiftete Erinnerungstafel aufgestellt.

Zugang über den Friedhof-Haupteingang Wiesenstraße / Ecke Bultmannstraße, leichter zu finden über den westlichen Seiteneingang an der Kolpingstraße.

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Nationales Gedenken an NS-Opfer

Das Gräberfeld auf dem Katholischen Friehof in Gütersloh zeugt noch heute davon, dass der massenhaft in Kauf genommene Tod nicht nur in entfernten Konzentrationslagern stattfand. Über 156 Todesfälle von über 3500 Arbeitssklaven, die zwischen 1939 und 1945 in der heimischen Industrie, in Gütersloher Handwerksbetrieben und auf den umliegenden Bauernhöfen unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen schufften mussten, sind im Stadtarchiv dokumentiert. Einige Grabplatten erinnern an jene jungen Menschen, die fern ihrer Heimat ihr Leben lassen mussten.

Lasst niemals Gras über diese Gräber wachsen!

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