Schlagwort-Archive: Zweiter Weltkrieg

Feiertag des Sieges in Russland

In Russland gedenkt man am 9. Mai der Kapitulation der deutschen Wehr-macht im zweiten Weltkrieg an einem landesweiten Feiertag.

sankt petersburg

Das Foto (April 2019) zeigt ein schreckliches Detail des riesigen Platzes des Sieges in Sankt Petersburg. Die Wehrmacht hatte an 878 Tagen und Nächten den Auftrag ihres selbsternannnten Oberbefehlshabers umgesetzt: Die Leningrader Bevölkerung sollte ausgehungert und die Stadt vollständig zerstört werden. Bis zur Befreiung am 27.01.1944 fanden über eine Million Einwohner (genaue Opferzahlen liegen nicht vor)  dabei den Tod.

Um einen neuen Kalten Krieg zu verhindern und das russische Volk besser zu verstehen, lege ich meinen Lesern das „Forum Russische Kultur Gütersloh e.V.“ ans Herz. Ehrenvorsitzender, Vorstand und Mitglieder bauen durch Begegnungsreisen und Kultur-veranstaltungen eine „Brücke zwischen Deutschen und Russen“. Mehr Infos dazu unter www.forum-russische-kultur.de.

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Gedenken am Tag der Befreiung

Wenn es auch viele ältere Mitbürger verschweigen wollen, Gütersloh ist an vielen Stellen kein weißer Fleck in der braunen Vergangenheit gewesen. Immer noch fehlt eine um-fassende kommunalhistorische Betrachtung dieser unsäglichen Zeit.anna tokar ukraine

Foto 2001: Die ehemalige Zwangsarbeiterin Anna Tokar an der Plastik von Sonja Gerdes.

Einige Erinnerungsorte könnte man an diesem 8. Mai (74 Jahre nach Kriegsende) in unserer Stadt besuchen: Gedenkplatte und Gedenkstein der ehemaligen jüdischen Synagoge, viele Stolpersteine, den jüdischen Friedhof, die Gedenktafel an die verstorbenen ZwangsarbeiterInnen auf dem katholischen Friedhof oder auch das Zwangsarbeiter-denkmal hinter der Stadtbücherei und andere, hier ungenannte Orte.

Bei vielen Projekten und Begegnungen zur Aufarbeitung der Gütersloher NS-Zeit ist die Anne-Frank-Gesamtschule dem geschichtlichen Auftrag ihrer Namenspatronin gerecht geworden.

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Totengedenken: Zwangsarbeitergräber

Bei den Recherchen zur Zwangsarbeit in Gütersloh zwischen 1938 und 1945 sind wir (Praktische Geschichtskurse Jg 11 der Anne-Frank-Gesamtschule) auf 156 Todesfälle von den über 3500 nach Gütersloh verschleppten ZwangsarbeiterInnen  gestoßen.zwangsarbeitergräber

Eine kleinere Zahl der Verstorbenen sind auf dem Katholischen Friedhof an der Kolpingstraße begraben worden. Die dort von der Anne-Frank-Gesamtschule aufgestellte Bronzetafel informiert über das Gräberfeld und mahnt nicht nur am Totensonntag:

 “ .  .  .  Diese Grabstätten sollen uns erinnern und verpflichten, für Versöhnung und Frieden einzutreten.“

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Ausstellung über den zweiten Weltkrieg

stadtmuseum gueterslohIm 41. Jahr der Städtepartnerschaft zwischen Gütersloh und Châtearoux wagt man sich an die Aufarbeitung eines sensiblen Teils der deutsch-französischen Geschichte. Bis zum 19. August ist die gemeinsame Sonderausstellung „Aus Feinden werden Freunde . . .“ im Stadtmuseum (Mi – Fr 15 – 18 Uhr, Sa und So 11 – 18 Uhr) zu sehen.ausstellung zweiter weltkrieg

Die Ausstellung, die zuerst in Gütersloh gezeigt wird, beleuchtet auf mehr als zwei Dutzend zweisprachigen Ausstellungstafeln Kriegserlebnisse des zweiten Weltkriegs in beiden Städten. Sie thematisiert Ähnlichkeiten und Unterschiede und findet auf der letzten Tafel „Gründung der Städtepartnerschaft“ bekannterweise zu einem versöhnlichen Ende.

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Besuch der Zwangsarbeitergräber

In Zeiten des Erinnerns an das Ende des zweiten Weltkriegs in Gütersloh führt uns der Oster-Sonntagsspaziergang auf den Katholischen Friedhof an der Kolpingstraße.
Zwangsarbeitergräber

Dort gibt es in der Nähe des westlichen Seiteneingangs ein Gräberfeld einiger hier verstor-bener und beerdigter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.Gräberfeld katholischer Friedhof

Paradiesbauer und Oberstufenschüler der Anne-Frank-Gesamtschule erforschten gegen Ende des letzten Kriegs-Jahrhunderts die unmenschliche Geschichte von Vertreibung und Sklavenarbeit zwischen 1939 und 1945 in der Stadt Gütersloh. Mit finanzieller Hilfe von Spendern und der Stadtverwaltung kam es zu Besuchen ehemaliger Zwangsarbeiter aus Polen und der Ukraine.Gräberfeld katholischer Friedhof gütersloh

Damit der geschichtsträchtige Ort für die Zukunft ein mahnendes Beispiel bleibt, wurde in der Hecke vor den Gräberreihen eine von der Anne-Frank-Gesamtschule u.a. gestiftete Erinnerungstafel aufgestellt.

Zugang über den Friedhof-Haupteingang Wiesenstraße / Ecke Bultmannstraße, leichter zu finden über den westlichen Seiteneingang an der Kolpingstraße.

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