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Gestern war Holocaustgedenktag

holocaust gedenktagAm gestrigen Internationalen Holocaustgedenktag musste ich an Folgendes denken:

1933 gab es 62 Personen jüdischen Glaubens in Gütersloh. 1943, zehn Jahre später, lebte kein einziger Jude mehr in unserer Stadt.

Nach dem traurigen Höhepunkt der Verfolgung jüdischer Mitbürger am 10. November 1938  begann 1941 auch in Gütersloh die systematische Verschleppung in Konzentrations-lager. Dort wurden 27 Gütersloher Juden getötet.

Die im Innenstadtpflaster verankerten Stolpersteine führen uns diese Schicksale vom Fuß bis zum Kopf vor Augen und sind ein Auftrag jederzeit aktiv gegen Ausgrenzung von Mitbürgern einzuschreiten!

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Nationales Gedenken an NS-Opfer

Das Gräberfeld auf dem Katholischen Friehof in Gütersloh zeugt noch heute davon, dass der massenhaft in Kauf genommene Tod nicht nur in entfernten Konzentrationslagern stattfand. Über 156 Todesfälle von über 3500 Arbeitssklaven, die zwischen 1939 und 1945 in der heimischen Industrie, in Gütersloher Handwerksbetrieben und auf den umliegenden Bauernhöfen unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen schufften mussten, sind im Stadtarchiv dokumentiert. Einige Grabplatten erinnern an jene jungen Menschen, die fern ihrer Heimat ihr Leben lassen mussten.

Lasst niemals Gras über diese Gräber wachsen!

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Mahnmal einer Gütersloher Jugendgruppe

Engagierte Jugendliche aus dem Kreis Gütersloh wollen mit unterschiedlichen Aktionen und Projekten für die Toleranz und Akzeptanz der menschlichen Vielfalt werben.

Am heutigen Holocaust-Gedenktag und während der nächsten zwei Tage erinnern sie in ihrem Projekt „verschleppt, vergast, vergessen“ an die Gütersloher Opfer. Die große Kastanie auf dem Berliner Platz ist mit 44 Alltagsgegenständen behängt. Sie sollen die 44 Menschen aus Gütersloh symbolisieren, die durch das unmenschliche NS-Regime aus ihrem Alltag und ihrem Leben gerissen wurden. Schön, dass es noch Jugendliche gibt, die sich für das Schicksal ehemaligen Mitbürger interessieren und dabei ihre Erfahrungen und Gefühle öffentlich anschaulich darstellen. Kompliment und weiter so! Dank auch an die zentrale Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Gütersloh und die Feuerwehr, die die Jugendlichen logistisch unterstützten!

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