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Geschichte: Gütersloh vor 80 Jahren

Kurz nach vier Uhr in der Nacht zum 10. November 1938 hatte die SS die in der Goebenstraße gelegene Synagoge in Brand gesteckt. Das alte Fachwerkhaus brannte völlig nieder. Wenig später ging das Wohnhaus des Viehändlers Josef Meinberg in der Hindenburgstraße 25 in Flammen auf. Die Wohnungen von Leopold Herzberg in der Königstraße 12, Karl Steinberg in der Bismarkstraße 16 und Josef Steinberg in der Kahlertstraße 24 wurden zerstört. Etwa um 10 Uhr vormittags, vor aller Augen, wurde schließlich mit großen Mengen Benzin Feuer in der Kirchstraße 2/3 gelegt. Die Flammen vernichteten das Wohnhaus von Bernhard Daltrop, ein Nebenhaus, sowie das Wohn- und Geschäftshaus von Ernst Löwenbach.

Für die Stadtverwaltung war der Novemberprogrom schon bald ein reiner Verwaltungsakt:“Die jüdische Kultusvereinigung ist der sofortigen Aufforderung, die Reste der Synagoge zu beseitigen, unverzüglich nachgekommen. Der Platz ist völlig eingeebnet. Irgendwelche Schwierigkeiten haben sich nicht ergeben.“

(Quellen:Text-H.W. Schmuhl. Die Stadt unterm Hakenkreuz, Foto-Stadtarchiv)

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Gedenken an 3500 Zwangsarbeiter

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist nicht nur ein nationaler, sondern auch ein internationaler Gedenktag. Seit 2005 ist der 27. Januar offiziell zum Holocaust-Gedenktag aller UNO-Mitgliedsstaaten erklärt worden.

Gütersloh gedenkt heute auch der über 150 zwischen 1939 und 1945 gestorbenen ZwangsarbeiterInnen. Das Gräberfeld auf dem katholischen Friedhof ist ein kommunales Zeugnis menschenverachtender Rassen- und Kriegspolitik.

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