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N a c h h a l t i g nadeln

Das Fällen von Stadtbäumen führt regelmäßig zu Empörung und mehrtägigen Leserbriefschlachten. Nun nähert sich aber ein Fest, an dem auch der hartgesottene Naturschützer nicht auf seinen Nadelbaum verzichten möchte. Knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume werden so jedes Jahr gefällt, geschmückt und schließlich entsorgt. Da sie zumeist von Monokulturflächen stammen, schadet der intensive Einsatz von Dünger und Pestiziden den Insekten, verunreinigt Gewässer und laugt den Boden aus. Pflanzte man anstelle dieser Plantagen echte Mischwälder, wäre das ein großer Vorteil für Klima und Umwelt. Auch die Wahl eines Plastikbaums bringt keinen Klimagewinn, er erzeugt 15mal soviel CO2 wie sein natürlicher Bruder.

Wer einen Garten hat, könnte draußen eine bodenständige Tanne oder Fichte weihnachtlich schmücken. Will man unbedingt Nadelduft im Wohnzimmer spüren, wäre der Erwerb einer Weihnachtstanne mit Wurzeln angeraten, die nach 10 Tagen wieder zurückgegeben oder nach draußen gestellt wird.

Die wahre Alternative ist natürlich ein Kreativbaum aus Kleiderbügeln, Lampenschirmen, Holzleisten, Bücherstapeln u.a.. Auch lassen sich manche Zimmerpflanzen als „Hallelujapalmen“ umdekorieren. Wer dann noch für ein Aufforstungsprojekt im Bürgerwald, Teuto oder Sauerland eine Spende locker macht, hat einen „Preis für nachhaltiges Nadeln“ verdient.

(Gedruckt im Dezember GT-Info)

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