
Die Neubebauung am Trommelpättgen, zwischen dem ehemaligen Fasan und der Martin-Luther-Kirche ist fast fertig. Seit einigen Wochen erahnt man, dass hier zu dicht und zu hoch gebaut wurde.
Das Gegenargument „Anders kann man heute nicht profitabel bauen“ ist bekannt und doch falsch, weil es hier städtebaulich gesehen um eine Keimzelle der Innenstadt ging!




Beim Neubau von Mehrfamilienhäusern fällt zunehmend auf, dass auf den Grundstücken, die früher neben einem Zweifamilienhaus noch eine große Gartenfläche aufwiesen, so groß wie möglich gebaut wird. Um dabei die vorgeschriebenen Stellplätze nachweisen zu können, werden diese im Erdgeschoss vorgesehen. Diese „Hochgaragen“ scheinen wesentlich kostengünstiger zu sein, als entsprechende Tiefgaragen.
Lenkt man seinen Blick während der Radfahrt durch Gütersloher Nebenstraßen mal nach rechts und links in die Hinterhausgärten, so fällt auf, dass auf vielen Grundstücken in dem alten Garten Neubauten hochgezogen werden (Das Foto ist ein Beispiel aus einer Siedlung zwischen Westring und Kreishaus). Während die Grünflächen stetig verschwinden, erhöht sich die versiegelte Fläche. Kann das im Sinn einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein? Wie wäre es mal mit der Aufstellung von Bebauungsplänen in den Quartieren (wie oben), wo diese noch gar nicht existieren?
Auch im näheren Innenstadtbereich (anbei Beispiele an Marienfelder- und Prinzenstraße) schreitet der Gärtenfraß unaufhörlich voran. In den bisher begrünten Hinterhöfen entstehen fast unbemerkt neue, in der Regel freifinanzierte, hochpreisige Wohnhäuser.
Der Neubau greift viel weiter in den Straßenraum der Kökerstraße ein als die ehemalige kleinteilige Bebauung. Insofern hat sich das Straßenbild für Passanten stark verändert.