Anbei ein weiteres Baumscheiben-Objekt, dass pb anlässlich einer Hochzeit gefertigt hat.

Anbei ein weiteres Baumscheiben-Objekt, dass pb anlässlich einer Hochzeit gefertigt hat.

Wenn die Holzstämme im Sägewerk zur Marktkonformität geschnitten werden, ist von dem einstigen Baumwesen nicht mehr viel zu erkennen. Deshalb zeigt Paradiesbauer in einigen seiner Arbeiten das vermarktete und das ursprüngliche Holz.

Das kleinste Materialteilchen des Holzes trägt auch den ganzen Baum in sich. So kann eine Baumscheibe auch das Ganze abbilden.

H o l z o b j e k t e ü b e r w i n t e r n d r a u ß e n
Abgestorbene oder gefällte Bäume bleiben im Paradiesgarten in Erinnerung. Auch im Winter kann man sie an ihrer einstigen Wirkungsstätte besuchen, denn sie sind noch fest mit der alten Wurzel verbunden.


I n T o d h o l z g e h a u e n e S ä t z e
Im Schlosspark der Dampfbrauerei Schlossbräu im Nethetal, in der Nähe von Bad Driburg, findet der aufmerksame Besucher an den gefällten Pappeln eingehauene, oft verstörende Texte zweier Bildhauer.

Auch die Ast-Familien zerbrechen zusehends. Groß-Ast-Familien haben ihre Zeit gehabt, heute reitet die Mono-Single-Kultur den Zeitgeist. Ein paar Klein-Ast-Familien halten sich tapfer, wie man hier sehen kann:


Äste tanzen bekanntlich im Wind. Nimmt man sie aus ihrer vertrauten Umgebung, variiert sie mit Gleichgesinnten und setzt sie auf eine Tanzfläche, so können sie sogar tanzende Paare darstellen. Oder sehe nur ich das so?


Statt „Der suchet, der findet“ sage und handle ich nach meiner Erfahrung lieber: „Der nicht sucht, findet“ oder „Der findet, hat nicht gesucht“. Das folgende Astwesen ist so zu mir gekommen.

Achtlos weggeworfene Äste haben oft einen überraschenden Zauber, den ich heute weitergeben möchte.

Vor ein paar Tagen stellte ich eines meiner Astwesen vor. Gestern gesellte sich ein zweites dazu. Heute treten sie schon als Paar in der Kunstöffentlichkeit auf.

Fast wäre der Ast Anmachholz geworden. Auf den Kopf gestellt und leicht bearbeitet entfaltete sich jedoch ein Zauberwesen.
„Äste zu Kerzenständern“ ist eine meiner GebrauchsART-Serien. Fundstücke werden geringfügig bearbeitet und finden eine ihnen eher wesensfremde neue Aufgabe. Besondere Raum-Reibungspunkte entstehen, wenn die eher archaisch wirkenden Holzkerzenständer auf eine strenge funktionale Architektur stoßen. (Gruß an SpechtART)

„Finden statt suchen“, die eine Devise – „Sammeln und kombinieren“, die andere. “ Zeigen und anregen“, das dritte D.. Deshalb erscheint hier heute der astkalyptischen Reiter:

