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„Schicht“ am Tag der Arbeit

dichtung

Heut´ ist alles dicht, selbst der Dichter dichtet heute nicht!

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SOLI (Sonntagsliteratur)

inselwinter

die sonnenfrische zieht nun südlich stumm, bald trinkt man hier den inselrum,  / denn die steifen winde aus dem osten / in skipper bars mit kühlen cocktails prosten. / „schietwetter“ hört man friesisch trocken klagen.  / manch´ fremder wird im herbst sich fragen, / was kann man außer über jod zu reden, hier im weißen winterwatt erleben? / agatha christies krimifall, / laiengespielt zum letzten mal,/  „nur einen sommer lang“ läuft zum schluss im kinosaal. / die insulaner sonnen jetzt südlich der linie rom, / nur der shantychor probt für die kommende saison. / trotzdem treibt´s die kleine fähre täglich noch, / bring manch´hartgesott´nen zum städtchen hoch. / warum die kommen, kann ich noch nicht sagen, / dazu muss ich´s selbst im winter wagen!

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Natur-Lyrik

die silberpappel

ein lied in den lüften, ein tuscheln im wind,

ein flirrendes rauschen, es tanzen geschwind;

die boten des winters mit silbrigem pflaum,

sommerschatten: funkelnde spiegel am pappelbaum.

zwischen sommer und winter, sie spielen auf zeit,

halten den frühling fest oder ziehn in die ewigkeit.

nicht alles glänzt golden,  auch der oktober hat seinen preis,

sattgrün verfinstert sich dunkel, silber verkommt zum schneeweiß.

stumm frieren in schwarzen mänteln schon birken, erlen und linden,

deine blätter tanzen den herbst, brechen ab erst bei östlichen winden.

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