
Der neue Bürgermeister „Nobby“ aus den Reihen der Bürger für Gütersloh trat seinen Dienst am 1. November an. An der BM-Stichwahl haben sich nur ca. ein Drittel der Wahlberechtigten beteiligt. Rund zwei Drittel haben sich verweigert. Wünschen sich die Bürger mehr Beteiligung, als alle 5 Jahre ein Kreuz zu machen? Da Norbert Morkes seit Anfang seiner politischen Ambitionen stets erklärt hat, das Ohr nah am Bürger zu haben, muss man gespannt sein, ob er nun Wählern und Nichtwählern ein Mitbestimmungsrecht einräumt. Seine Beteiligungsidee dazu ist die Einrichtung eines Bürgerrates, von dem er sich beraten lassen will. Wie der aussehen soll, hat er bisher nicht erklärt. Ein konkreter, bisher unbearbeiteter Antrag der „Initiative Demokratie wagen“ zum Thema Bürgerrat liegt Verwaltung und Rat schon seit Anfang des Jahres vor.
Auch traut Herr Morkes den 1.600 Mitarbeitern im Rathaus mehr Mitsprache zu und möchte gleichzeitig die 56 Ratsmitglieder befriedend moderieren. Eine schier unlösbare Aufgabe. Da wäre „König von Pavenstädt“ sicher leichter!
Ein erstes Testfeld für seine Bürgerbeteiligung könnte die Karstadtimmobilie werden. Für diese zentrale Stelle der Innenstadt ist die Meinung der Bürger von entscheidender Bedeutung und nicht nur das Kapitalverwertungsinteresse zuletzt bekannt gewordener Heuschrecken.
(Dieser Text erscheint auch auf der vorletzten Seite des aktuellen GT-Info-Hefts)






Hier noch einmal der Specht-Entwurf, der das ganze Ensemble beleben würde.
(Foto: Der „belebte“ Büskerplatz!)


Die Begriffe, die auf den Silben Bür- ger aufbauen, könnten unterschiedlicher nicht sein: Das Vokabular reicht von Bürgersteig, über Bürgerschreck bis hin zum Bürgerkrieg.
Zuvor muss jedoch klar sein, dass die politischen Entscheidungsprozesse in Ausschüssen, Räten, Beiräten und anderen politischen Gremien nicht mehr wie bisher durchgeführt werden dürfen. Es sollten transparente öffentliche Diskussionen und Abstimmungen zur Regel werden, partizipatorische Elemente zugelassen, ausdrücklich gewünscht und beworben werden.
Dabei sollten die Veränderungen lediglich eine positive Wirkung auf die Aufenthaltsqualität haben. Dazu würden nach dem Rückbau der Haltestelle das Grün konzentriert, die kränkelnden Bäume gegen neue Gehölze ausgetauscht, eine Wasserrinne eingefräst und einladendere Sitzmöglichkeiten geschaffen. Kostenpunkt ca. 230.000 €. Statt der konzeptioneller Gestaltung wird nun lediglich Kosmetik aufgetragen. Der Kolbeplatz lässt grüßen! Übrigens: Der Platz lebt von und mit den Bürgern, lassen Sie die mal machen! Siehe oben!

