Schlagwort-Archive: Begriffe

A u s s t e r b e n d e Wörter

Neben den sich neu etablierenden gibt es natürlich auch Wörter, die aus unserem Bewusstsein und der gesprochener Sprache verschwinden. Besonders die Wandlungen in der Technik haben ein Aussterben von Wörtern zur Folge. In der Wortschatzkiste finden auch diese einen angemessenen Platz:

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Begriffe der Bildungslandschaft

In meinem Blog vom 10.07.2011 hatte ich unter dem Titel „Lernparadies in der Bildungslandschaft“ alle mir bekannten Schulformnamen aufgezählt. Um es allen leichter zu machen forderte ich dort abschließend: „Ein Gymnasium für alle!“ Heute höre ich nun in den Nachrichten, dass sich die drei farbigen (Rot-Grün-Schwarz) Parteien von ihren Favoriten „Gemeinschaftsschule“ und „Oberschule“ verabschiedet haben und jetzt gemeinsam hinter der neuen Wortschöpfung „Sekundarschule“ stehen. So sehen Kompromisse aus: statt 5 gibt es nun 6 Schulformen, 3 davon mit Abiturzugang. Dass in der „Neuen“ im Grunde eine „Gesamtschule“  steckt, will keiner mehr wissen.

Anne-Frank-Gesamtschule Gütersloh, Düppelstraße

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Mohn für Bertelsmann

In meiner Serie „Natur vor Gewerbe“ stelle ich aus aktuellem Anlass das Beispiel Bertelsmann vor.

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Lernparadies in der Bildungslandschaft

Bis zur „Schule für alle“ ist es noch eine weite Reise in der Bildungslandschaft. Zur Zeit überbieten sich Schulpolitiker, Hochschullehrer und Schulinteressierte wieder mit inhaltsleeren Wortgebilden, die ihren schulpolitischen Standpunkt von den anderen abgrenzen soll. Vergessen sind schon Namen wie: Sonderschule (noch schlimmer Hilfsschule!), Volksschule, Bekenntnisschule, Mittelschule, Schulzentrum, Oberschule und Handels- und Berufsschule. Heute bekannt natürlich: Förderschule, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium und Berufskolleg. Angeblich neu hingegen und oft  noch inhaltsleer: Integrative Schule, Kompetenzzentrum, Magnet-schule, Profilschule, Verbundschule, Perspektivschule, Gemeinschaftsschule, Oberschule (neu? CDU: Oberschulen für die Masse – Gymnasien für die Klasse!?) usw. usw..               Für die wahren Schulexperten: die Kinder, die Eltern, die Großeltern, die Urgroßeltern, die Lehrer und Sozialpädagogen steht doch längst fest: Ein Gymnasium für alle! Oder?

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Unkultur Energiebegriffe

Über allen Konflikten ist nun Ruh. Der „Energiekonsens“ ist da. Dieser Begriff hat in der Tat eine große harmonisierende Wirkung, er wirkt wie ein vernünftiger Kompromiss. Studiert man den Atomausstieg jedoch im Detail, verkleistert er den Handlungsmut, tarnt das Einknicken der Bundesregierung vor den großen Energiekonzernen.

Die „erneuerbaren Energien“ kommen auch bei semantischer Betrachtung viel zu kurz. Obwohl sie anders als die konventionellen Energieerzeuger keine Energie verbrauchen, werden sie in Statistiken und anderswo unter „Energieverbrauch“ geführt.  

Den Begriff „Nachhaltigkeit“ beanspruchen alle Energien im Strommix, obwohl er eindeutig definierbar ist: Nachhaltig ist ein dauerndes Gleichgewicht mit den Naturkreisläufen. In Begriffe, die Assoziationen zu erneuerbaren Energien wecken, werden oft konventionelle hineingeschmuggelt, die ökologische Gleichwertigkeit suggerieren. Wie kann einer Energie nachhaltig genannt werden, wenn Emissionen nur reduziert werden?

Positiv, negativ? Wie wirken Begriffe wie „Emissionsrecht“, „Passivhaus“, „Zukunftsenergie“, „Ökosteuer“? Der Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen nennt sie „Plastikwörter“: wohlklingend geschwollen, im Inhalt beliebig nuancierbar und Uniformität erzeugend, indem sie sich einer konkreten Festlegung entziehen. „Schadstoffsteuer“ statt „Ökosteuer“ z.B. wäre doch angemessener, oder?

Seien wir wachsam und präzise  im eigenen Umgang mit der Sprache und kreativ bei der Schaffung programmatischer Begriffe!

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